6. Neue Technologien in der Praxis
Aus Etourism-fitness
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Destinations- & Hotel-TV
- Hotel-TV: "Altbekannte" Fernsehgeräte, die zumindest folgende Zusatzfunktionen "als Mindestanforderung" zu herkömmlichen Haushaltsgeräten aufweisen:
- Lautstärke-Begrenzung
- Hotel-Info-Channel
- zentrale Senderprogrammierung
- Welcome-Message
- gastgerechte Fernbedienung
- Pay-TV-Anschluß
- Kindersperre oder -sicherung
- Radio-Empfang.
Heute sind Systeme, die auf digitaler Video-on-demand-Technologie basieren der Standard. Die Digitalisierung im TV-Bereich schafft ein breites Spektrum an Möglichkeiten, von denen nicht nur der Gast, sondern auch der Hotelier profitiert. Unter digitalem Fernsehen versteht man die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen in digitalisierter Form – das Signal kommt digital in eine so genannte Settop-Box, wird dort umgewandelt und geht analog in das TV-Gerät. D.h. es sind keine zusätzlichen Videoplayer und kein Austausch von Videokassetten mehr nötig, um den Gästen Spielfilme zu zeigen. Dem Gast wird weiters eine digitale Audiothek präsentiert, die sich durch beste Bild- und Tonqualität auszeichnet. Der gestalterischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt und die Nutungsmöglichkeiten vielfältig. Vom Versenden elektronischer Grußkarten bis hin zur Darstellung aller Räumlichkeiten, online-shopping, bargeldlose Zahlungsabwicklung, Minibar-Kontrolle, Feueralarm mit Fluchtwegegrafik, Internetanbindung, Firmenpräsentationen für Kongress-, und Seminarhotels, etc..
Zusatzumsätze durch Provisionsgenerierung durch Ticketverkäufe via Hotel-TV, Einsparungen bei den Personalkosten durch die Buchung von Serviceleistungen via TV-Schirm und Verbesserungen der Kundenbeziehungen durch die Verfolgung des Kaufverhaltens und Speicherung der Daten sind durch ein modernes Hotel-TV-System erzielbar.
- Destinations-TV:
Viele DMOs (Destination Management Organisations) betreiben als eine Erweiterung des Wetterpanoramas der Bergbahnen ein Destinations-TV. Am Abend wird dort statisches Programm gesendet mit Eventankündigungen, Regionsvideos, etc.. Dieses ist via Hotel-TV für die Gäste zu empfangen.
Link zur Präsentation von Hr.Patrick Zürrer 18. Oktober 2007: Hotel TV
Link zum Video 18. Oktober 2007:
Hotel-TV
[Bearbeiten] Webcams
Link zur Präsentation von Hr. Mike Mrazek 18. Oktober 2007: Webcams und Skype
Link zum Video 18. Oktober 2007: Webcams
Als Netzwerk-Kamera (Webcam) wird ein Gerät bezeichnet, das aus einer Kamera, einem Komprimierungschip und einem Computer besteht. Der kompakte Computer ist konkret für Netzwerkanwendungen konzipiert.
Eine Netzwerk-Kamera hat eine eigene IP-Adresse. Sie wird an das Netzwerk angeschlossen und verfügt über integrierte Software für einen Webserver, FTP-Client, E-Mail-Client usw. Sie kann sogar benutzerdefinierte Skripts (kleine Programme) ausführen.
Echte Netzwerk-Kameras müssen nicht an einen PC angeschlossen werden. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass viele Web- und Internet-Kameras als Netzwerk-Kameras verkauft werden, obwohl es sich eigentlich um einfache PC-Kameras handelt, die über den USB- oder Druckeranschluss an einen PC angeschlossen werden müssen. Bei diesen Produkten ist für die Netzwerkverbindung ein PC erforderlich.
Netzwerk-Kameras verfügen über digitale Eingänge und Ausgänge. Über die digitalen Eingänge kann die Übertragung der von der Kamera aufgenommenen Bilder ausgelöst werden. Digitale Ausgänge können beispielsweise verwendet werden, um eine Tür von einem entfernten Ort aus zu öffnen oder um bei der Fernanzeige der Bilder das Licht im Gebäude einzuschalten. Netzwerk-Kameras mit Bild-Bufferspeicher können auch die Bilder speichern und übertragen, die aufgezeichnet wurden, bevor ein Alarm ausgelöst wurde.
[Bearbeiten] Installation
Der Benutzer muss in der Regel nichts installieren. Möchte man das Gerät in Betrieb nehmen, schließt man es zuerst an und gibt dann im Webbrowser die mitgelieferte IP-Adresse ein. Nun sieht man das Bild der Kamera. Bei den Geräten der Firma AXIS haben alle Kameras ab Werk die beispielsweise die gleiche IP-Adresse. Diese ändert man, wenn man sie auf dem eigenen Webspace integriert. Entscheidet man sich für die Einstellung „Livezugriff“, kann man die Bilder nicht speichern, weil sie ständig live übertragen werden.
Bei den Einstellungen „Zeit“ (zB alle 10 Sekunden soll ein Bild gemacht werden) oder „Event“ (zB wenn sich etwas im Blickwinkel der Kamera bewegt) schickt die Kamera das Bild mit dem Dateinamen zB imag.jpg auf die Homepage und speichert immer nur das zuletzt gemachte Bild. Versieht man die Datei allerdings mit einem sog. Zeitstempel (hier werden an den Dateinamen die Attribute Datum und Uhrzeit angehängt) kann man die Bilder auch archivieren.
Weiters kann man eine Datei zB das Logo des Hotels auf die Webside der der Kamera hochladen und dieses Logo wird dann über das Bild, das die Kamera macht, gelegt. Diese Funktion sieht man zB bei der Sendung „Wetterpanorama
[Bearbeiten] Benötigte Technik und Know How
Technik: Kamera, Netzwerkkabel und eventuell ein Stromkabel, wenn dieses nicht im Netzwerkkabel integriert ist.
Know-how: Benötigt man kein Bestimmtes. Man muss nur entscheiden, welche Kamera man verwenden möchte und welche Netzwerkanbindung erfolgen soll. Möchte man sog. Fixpunkte bzw. eine Panoramaansicht einstellen, benötigt man ein eigenes Programm, das allerdings nicht von der Kameraherstellerfirma zur Verfügung gestellt wird, sondern von der Softwarefirma, die einem bei der Installation und Beratung zur Verfügung steht.
[Bearbeiten] Komprimierung von Bild- und Videodaten
Um vor allem Videodaten ruckelfrei zu übertragen, ist die zentrale Herausforderung für alle Anbieter von Streaming-Anwendungen die Reduzierung riesiger Datenmengen auf ein für die Übertragung im Internet erträgliches Maß. Um die Größe von Videodateien zu verkleinern, werden Komprimierungsverfahren verwendet. Die Reduzierung geschieht mit Hilfe sogenannter Codecs (Compressor, Decompressor). Dabei handelt es sich um Software-Module, die die Komprimierung auf Seiten der Anbieter vornehmen und auf Seiten der Clients die Inhalte wieder dekomprimieren. Sie regulieren den Datenaustausch zwischen dem Media Server und dem Media Player oder dem entsprechenden Browser Plug-in als Client.
Übertragungsstandards: Bei Streaming und Echtzeitübertragungen reicht ein einziges Übertragungsprotokoll nicht aus. Vier zentrale Standards sind für den Datentransport der Streaming-Daten zuständig.
1. Resource Reservation Protocol (RSVP)
Dieses Protokoll reserviert die erforderlichen Netzwerkressourcen für den Datenstrom. Gerade bei der Übertragung von Videoinformationen haben schon geringe Paketverluste oder Schwankungen der Verzögerung sehr negative Auswirkungen auf die Qualität. Diese Reservierung wird von Router zu Router bis hin zum Sender vorgenommen. Mehrere Reservierungen von verschiedenen Stellen für einen Datenstrom können von Routern zusammengelegt werden.
2. Realtime Transport Protocol (RTP)
Dieses Protokoll sorgt für den Transport der Daten. Unter Verwendung von Zwischenpuffern, Zeitstempeln und Folgenummern ermöglicht RTP der empfangenden Station, fehlende, doppelte oder in falscher Reihenfolge empfangene Pakete zu erkennen und den Empfangsstrom zu korrigieren. Durch RTP kann die Synchronisation zwischen den Audio-, Video- und Dateninformationen hergestellt werden.
3. Realtime Streaming Protocol (RTSP)
Dieses Protokoll steuert den Datenstrom. Bei den Datenquellen kann es sich um Live-Daten oder Aufzeichnungen handeln. RTSP arbeitet mit gängigen Protokollen wie RTP und HTTP zusammen.
4. Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL)
SMIL ist als Programmiersprache für die Stream-Beschreibung und -Formatierung zuständig. Die XML-basierte Integrationssprache ermöglicht eine einfache, textgesteuerte Synchronisation von Multimedia-Anwendungen, wie es bei Streaming Video erforderlich ist.
[Bearbeiten] Links zum Thema
Erklärung der technischen Begriffe rund um das Thema Webcam
Portal zum Thema mit vielen Verzeichnissen von Webcams und Erklärungen zum Thema allgemeiner Natur
[Bearbeiten] Skype
[Bearbeiten] Grundlagen
Skype ist eine kostenlose, proprietäre (=Software, welche keine "freie Software" ist. Der Code ist also nicht öffentlich verfügabar und im Eigentum des Anbieters) VoIP-Software. Skype ermöglicht dem User das kostenlose Telefonieren via Internet von PC zu PC, sowie das gebührenpflichtige Telefonieren ins Festnetz und zu Mobiltelefonen (dieser Dienst nennt sich "SkypeOut"). "SkypeIn" ermöglicht auf dem umgekehrten Wege die Erreichbarkeit via Skype aus dem herkömmlichen Telefonnetz. Konferenzschaltungen sind für bis zu zehn Gesprächsteilnehmer möglich.
Die Hardwareangebot, das in Zusammenhang mit Skype nutzbar ist, vergrößert sich fortlaufend. Es reicht von Schnurlostelefonen, via denen mit Skype telefoniert werden kann bis zu Smartphones mit dem Betriebssystem "Windows Mobile", auf denen Skype zum Telefonieren via Handynetz bereits läuft.
[Bearbeiten] Skype me - Buttons
Auf der Website kann ein "Skype-Link" eingebunden werden. Andere Skype-User klicken den an, und schon "klingelt das Telefon". Der Textlink dazu ist sehr einfach gehalten: <a href='CALLTO://USERNAME'>Skype Me!</a>. Soll der Button im Internet ständig aktuell gehalten werden, wird ein Programm benötigt, das den Status überprüft. Der Skype Online Indikatorbietet genau das an. Ein Skype-Button kann natürlich auch in die Email-Signatur eingebaut werden. Grafisch kann er frei gestaltet und an die CI des Hotels angepasst werden. Ein Beispiel für den Einsatz eines solchen Buttons findet sich hier.
[Bearbeiten] Links zum Thema
Skype Traffic Analyse. Wieviel Datenvolumen benötigt Skype?
Ausführlicher Wikipedia-Artikel zum Thema
[Bearbeiten] Mobile Systeme
Link zur Präsentation von Hr. Gerd Waizmann 18. Oktober 2007: Mobile Systeme
Link zum Video 18. Oktober 2007:
Mobile Systeme
Ausschlaggebend für den Erfolg touristischer mobiler Dienste ist einerseits eine stabile, flächendeckende Netzinfrastruktur und andererseits neue leistungsfähige Endgeräte (Speicher, Akkulaufzeit, Display, etc.). Für den Tourismus besonders interessant sind so genannte ortsbezogene Dienste (LBS - Location Based Services). Sie bieten dem Mobilfunknutzer auf seinen jeweiligen Standort bezogene Informationen wie lokale Infodienste, Stadt- und Fahrpläne sowie Freizeit- und Veranstaltungstipps. Wer auf Reisen ist, kann per Handy nahe gelegene Hotels und Restaurants abfragen und erfährt dabei auch noch, wo der nächste Bankomat steht.
[1] mTourismus - mobile Dienste im Internet. Umfangreiches Grundlagendokument zum Thema der FH Salzburg Forschungsgesellschaft - Tourismuforschung.
[2] LOVO. Beispiel für ein LBS, dass via SMS, MMS, Mobile Web und E-Mail abgerufen werden kann und auf Basis eines umfangreichen Userprofils und dessen derzeitigem Standort Informationen bereitstellt (Restaurants, Hotels, Bars, Museen, Konzerte, Freizeittipps).
[Bearbeiten] Internetzugang im Hotelzimmer
Link zur Präsentation von Hr. Wolfgang Klampfer 18. Oktober 2007: Internet für Gäste
Link zum Video 18. Oktober 2007: Internet für Gäste
Der Gast erwartet heute in den gehobenen Kategorien neben dem Telefon- auch einen Internet-Anschluss auf seinem Zimmer. Die beiden größten Herausforderungen dabei sind die Infrastrukturerrichtung (Verkabelung) und die Abrechnung.
Bei der Verkabelung können bestehende Verkabelungen der Stromleitung, des TV-Koax-Kabels oder der Telefonleitung für die Datenübertragung verwendet werden. Oder man zieht von Haus aus CAT5-Verkabelungen für die Internetanbindung in den Zimmern ein. Ohne Verkabelung für jedes Zimmer ist mittels einem WLAN-System im Haus möglich, dass es den Gästen ermöglicht Kabellos in's Internet zu gelangen - entsprechendes WLAN-Modem im Laptop des Gastes vorausgesetzt.
Wichtig ist auch, dass das System dem Gast jegliche Konfiguration abnimmt (Plug & Play), um die Rezeption nicht mit Supportaufgaben zu belasten. Ideal ist dass, egal mit welchen System-Einstellungen der Gast in das Hotel kommt, er einfach sein Notebook einsteckt den Browser öffnet und lossurfen kann. Über ein Web-Interface erfolgt die Anmeldung über einen Benutzernamen und ein Passwort oder durch die Eingabe seiner Kreditkartenkenndaten, er akzeptiert die Servicebedingungen und die Bezahlungsmodalitäten, und schon kann der Gast sowohl das Internet als auch seine bekannten Mail-Accounts nutzen. Die System übernimmt überdies auch die Abrechnung, die vom Hotelier frei definiert werden kann.
So können Sie die Preise nach pauschaler Nutzung nach Zeit oder nach Downloadvolumen festsetzen. Schnittstellen zu Ihrem PMS (wie bspw. Micros Fidelio) erleichtern die Abrechnung wesentlich, indem das System die Internetnutzung des Gastes automatisch auf dessen Gastkonto bucht. Oder es können auch so genannte "Access Cards" zur Abrechnung benutzt werden, die der Gast gegen Bezahlung an der Rezeption erhält.
